Die Kunstwerke von Peter Lenk rund um den Bodensee

Die Werke von Peter Lenk stoßen immer wieder auf heftige Kritik, da er bewusst Tabus verletzt, zum Beispiel durch die Darstellung nackter Prominenter. Peter Lenk über seine Werke in einem Interview: „Der Boden um meine Werke in meiner Denkweise zu schaffen ist nur in Deutschland vorhanden. Die Deutschen sind noch am ehesten zur Selbstironie fähig und auch tolerant genug meine Provokationen zu ertragen und zu verstehen. Doch auch hier stoße ich oft auf starken Widerstand“.

Peter Lenk, geboren 6. Juni 1947 in Nürnberg, ist ein deutscher Bildhauer aus Bodman-Ludwigshafen am Bodensee. Zu seinen überregional bekannten Werken gehören die Imperia (1993) in der Konstanzer Hafeneinfahrt sowie das Triptychon Ludwigs Erbe (2008) am ehemaligen badischen Zollhaus in Ludwigshafen am Bodensee.

 

In Konstanz befinden sich darüber hinaus der Konstanzer Triumphbogen (Laubebrunnen) von 1992 und die 14 Meter hohe Betonplastik mit dem Titel „Karriereleiter“ vor dem Bürogebäude Max-Stromeyer-Straße 116 im Businesspark Konstanz.

Einen Eklat provozierte Lenk in Überlingen, wo er nahe der Schiffsanlegestelle den ortsansässigen „Dichterfürsten“ Martin Walser als Figur auf dem Bodenseereiter-Brunnen verewigte, wie er unvorteilhaft als Reiter über den Bodensee auf einem alten Gaul sitzt, mit Schlittschuhen statt Sporen an den Füßen, umgeben von eher älteren nackten Wasserjungfrauen.

Ein weiteres Kunstwerk ist die Magische Säule auf der Hafenmole in Meersburg. In dem filigranen Werk werden Begebenheiten und Persönlichkeiten mit Bezug zu Meersburg dargestellt. Auf dem oberen Ende der Säule sitzt Annette von Droste-Hülshoff als freie Möwe; einige Meter unter ihr schwebt der „Meersburger Amor“, der auf den Freiherrn Joseph von Laßberg zielt.

Dieser ist als eine Art Don Quichotte der Bodenseegegend dargestellt und erhebt einen Knüppel oder auch eine zusammengerollte Handschrift in Richtung Stadt. Auf einem Ausleger auf der anderen Säulenseite befindet sich ein Käfig, in dem die Wissenschaftler Maximilian Hell, Anton von Störck und Jan Ingenhousz eingeschlossen sind, während auf dem Dach des Käfigs Franz Anton Mesmer mit einem riesigen hufeisenförmigen Magneten in den Händen triumphiert.

Rechts unterhalb der Laßberg-Figur befindet sich eine Darstellung der Wendelgard von Halten; am Fuß der Säule treibt der Exorzist Johann Joseph Gaßner vor dem staunenden Publikum diverse Teufel aus, während der Fürstbischof Franz Konrad von Rodt den Blick zum Himmel erhebt und ein Kreuz in der erhobenen Hand hält.

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Texte aus Wikipedia, Peter Lenk