Museen aus der Schweiz

Toggenburger Museum

Toggenburger Museum


Das MuseumDie Grafschaft Toggenburg

Ein regionales Museum im Zentrum der Landschaft Toggenburg. Im Jahre 1895 hatten Geschichtsbegeisterte in Lichtensteig, dem einzigen Städtchen im Toggenburg, durch eine temporäre Ausstellung von Leihgaben den Grundstein gelegt. Als eines der ältesten Heimatmuseen der Schweiz konnte es über längere Zeit einen Sammlungsbestand äufnen, der dem anspruchsvollen Namen entspricht. 1920 übersiedelte das Museum vom alten Amtshaus in das stattliche Kaufmannshaus der Tuchhändler Leiter und Lorenz gegenüber dem Rathaus. Heute wird in 11 Räumen auf 2 Stockwerken eine Auswahl wesentlicher Objekte vorgestellt, die den Charakter der Landschaft Toggenburg zum Ausdruck bringen. Das schöne Kellergewölbe dient Sonderausstellungen und Schulen. Im Erdgeschoss ist das Archiv mit wertvollen Handschriften und der wissenschaftliche Bestand der Bibliothek untergebracht. Arbeitsräume und Magazine bergen weiteres wertvolles Kulturgut der Region. Die Ortsgemeinde Lichtensteig übt die Trägerschaft aus. Die 22 Politischen Gemeinden des historischen Toggenburgs im Thur- und Neckertal von Wildhaus bis Flawil haben das Patronat. Es ergibt sich, dass dieses Museum vorwiegend mit einer volkskundlichen, kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Dokumentation aufwarten kann.

Lesen sie hierzu unseren Beitrag über die Toggenburger.


Galerie


Die Geschichte

Das 50 km lange Tal zwischen dem Appenzeller-und dem Zürcherland hat seit dem frühen Mittelalter bis zur Gründung des Kantons St. Gallen eine vielfältige Geschichte. Sie reicht von den Höhlenbärenjägern im Wildenmannlisloch am Selun vor rund 40'000 Jahren bis zur französischen Besetzung und der Organisation des jungen Kantons St. Gallen im Jahre 1803. Sie wird geprägt von den Grafen von Toggenburg zwischen 1200 und 1436, von 1468 bis 1798 durch die Untertanen der Fürstabtei St.Gallen. Mittelpunkt der Wirtschaftsgeschichte bildet die textile Entwicklung zur Buntweberei mit ihrem Höhepunkt um 1850. Der Weg dahin führt seit der Mitte des 18. Jahrhunderts von einfacher Baumwollverarbeitung auf Spinnböcken und primitiven Webstühlen in Webkellern über mechanische Spinnereien und Färbereien. Hunger und Katastrophen, der Bau von Eisenbahnen und die Entdeckung und Erschliessung des oberen und mittleren Tales für Sommer- und Wintertourismus sind weitere Themen. Eine stattliche Sammlung von über 50 Kabinettscheiben beweist, dass im Toggenburg die Sitte des bürgerlichen Scheibenstiftens kräftig und lange geblüht hat. Die Namen des Mathematikers Jost Bürgi, des Reformators Ulrich Zwingli und des Garnhändlers und Schriftstellers Ulrich Bräker haben weltweit Bedeutung.


Die bäuerliche Malerei

Der «fliessende» Kulturraum zwischen den beiden Appenzell und dem Toggenburg zeigt sich vor allem in den Zeugnissen bäuerlichen Selbstbewusstseins und Denkens: der Bauernmalerei: Maler des Bäuerlichen, nicht malende Bauern. Dazu gehören mit zu den frühesten Künstlern dieses Kulturraumes die einzige Frau, Anna Barbara Aemisegger-Giezendanner, (im Volksmund «s’Giezedanners Babeli» genannt) und Felix Brander. Beide wirkten im mittleren Toggenburg. Mit Gottlieb Feurer (Unterwasser), Johann Ulrich Ruz (Hemberg/Nesslau) und Johannes Blatter (Ebnat-Kappel) kommen weitere Klassiker hinzu. Der in Wildhaus lebende Niklaus Wenk, dessen naive Senntums- und Erlebnis-Bilder inzwischen weltweit Aufsehen erregen, beweist, dass die Tradition der Senntumsmalerei noch nicht abgerissen ist.

Felix Brander


Kunst & Künstler

Zahlreiche Künstler aus dem Thur- und Neckertal haben die heimische Landschaft zum Thema gewählt. Dazu zählen Albert Edelmann, Willy Fries, Hans Looser, Oskar Türler, Hans (Giovanni) Müller und viele andere. Im Treppenaufgang finden Sie ihre Interpretation der toggenburgischen Landschaft.


MusikinstrumenteHausorgel

Das kulturelle Toggenburg hat vom 17. bis 19. Jahrhundert eine Reihe typischer Musikinstrumente gepflegt und entwickelt. Daraus ragen die Hausorgeln des reformierten Toggenburgers heraus. Ihre Erbauer sind Einheimische, die sich an grossen Vorbildern orientiert und weitergebildet hatten. Tafelklaviere und Blasinstrumente, die Toggenburger Halszither mit ihrem zeitgemäss barock oder mit Rocaillen bemalten Gehäuse, Hackbretter und Trommeln machen aus dem Toggenburg einen bäuerlich-musikalischen Kulturraum von Bedeutung, der durch die Veranstaltungen der Klangwelt Toggenburg bis in die heutige Zeit gepflegt wird.


Wohnkultur & Kunstgewerbe

Die Küche erinnert an den originalen Zustand um 1800. Unter den zahlreichen Haushaltgegenständen in Eisen, Bronze, Kupfer, Ton und Steingut, Glas und Holz sind besonders Erzeugnisse der Lichtensteiger Zinngiesser und Silberschmiede zu beachten. Ebenfalls in der Umgebung des Städtchens Lichtensteig sind die ländlichen Kachelöfen der Toggenburger Ofenbauer des ausgehenden 18. Jahrhunderts entstanden.

TellerÄhnlich wie im Appenzellerland hat der im Geschmack der Zeit reich bemalte Hausrat aus Fichtenholz eine hervorragende Ausbildung erfahren. Himmelbett, Schrank, Trog, Wiege und Schmucktruhe sind um 1750 in barocker Gestalt, um 1800 in den Gebilden des Rokoko und bis 1850 biedermeierlich gestaltet worden. Neben den Veduten des Toggenburger Malers und Daguerreotypisten J. B .Isenring dokumentieren «naive» Dorf- oder Landschaftsansichten die Entwicklung der Ortsbilder. Beachtlich ist auch die Sammlung von Spruchtafeln in Hinterglasmalerei, die zwischen 1810 und 1830 im Neckertal entstanden sind.


Öffnungszeiten

April-Oktober: Samstag und Sonntag 13.00 – 17.00 Uhr

Schulen und Gruppen jederzeit und während des ganzen Jahres auf Anfrage.

Hier geht es zur Kontaktseite des Toggenburger Museums.


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