Galerien aus Deutschland

Galerie Gunzoburg - Internationaler Bodensee Club


 Galerie Gunzoburg - Überlingen

Die Galerie Gunzoburg wird von Internationalen Bodensee-Club (IBC) ganzjährig angemietet, und gibt damit ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. Aber auch  auswärtige Künstler können sich hier präsentieren. Die Galerie wird durch die Mitglieder des IBC in Eigenverantwortung verwaltet.

Der Internationale Bodensee Club (IBC) – www.ibc-ueberlingen.de - wurde 1950 gegründet und ist eine freie überparteiliche und überkonfessionelle Vereinigung zur Förderung von Kunst und Wissenschaft in den drei Bodensee-Anrainerstaaten.

Neben dem Gesamtclub gibt es vier Regionalclubs mit jeweils eigenem regionalem Kulturprogramm.

 

 

 

Es sind großzügige Räumlichkeiten, die dem IBC hier in der Gunzoburg zur Verfügung stehen

 

 Ausstellungen


 

Monatlich wechselnde Ausstellungen

Eröffnung jeweils 1. Sonntag im Monat, 11 Uhr

Öffnungszeiten:  Di. bis Fr. 14 -18 Uhr

Sa. 11 bis 13 Uhr, So. 14-18 Uhr


 

 

Weitere Ausstellungen - Vorankündigungen


 

 

Städtischen Galerie „Fauler Pelz“

30.11.2019 bis 05.01.2020

Vernissage: Freitag, 29.11.2019, 19 Uhr

Winteraustellung 1919/20

 

 

 

Nach einem Jahr Pause präsentieren ausstellungsberechtigte Künstler des Internationalen Bodensee Club, Sektion Überlingen, wieder neue Arbeiten. Ein Thema ist der zeitgenössischen Ausstellung nicht vorgeben.

Eine 5-köpfige Jury, bestehend aus 3 Fremdjuroren (Felicia Glidden USA, Künstlerin, Galeristin in Friedrichshafen und Dozentin der Jugendkunstschule, sowie Richard Allgaier, Künstler, Bad Waldsee und Heike Schuhmacher, Galeristin in Überlingen) und zwei gewählte Juroren des IBC, wählen in dem Wissen, dass ihre Arbeit mit zu dem schwierigsten gehört, was im Kunstbetrieb zu leisten ist, die Werke aus.

Auch dieses Jahr präsentiert die jurierte Ausstellung wieder ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Techniken und Stilen, Themen und Konzepten. Das verbindende Element der sehr großen Vielfalt der ausgestellten Arbeiten ist die fast durchgehende Orientierung an klassischen, handwerklichen Umsetzungstechniken, die in kreativer Weise von den Künstlern höchst originell umgesetzt werden.

Gerade die Fundierung in traditioneller Handwerklichkeit bleibt in der Entwicklung der zeitgenössischen Kunst immer mehr zugunsten von rein theoretischen, intellektuellen Konzepten und Programmen auf der Strecke. Schon der Dadaismus der 1920 Jahre liefert dazu mit den Ready-Mades eines Marcel Duchamp den Startschuss und ebnete den Weg in eine intellektuell-philosophisch orientierte Kunstproduktion, teilweise auch ganz konkret gesellschaftskritisch gelagert. Die klassischen Realisierungstechniken wie Zeichnung, Hoch- und Tiefdruck, Siebdruck oder Steinbildhauerei haben da ihre Grenzen, bleiben meist illustrativ und nicht direkt genug. Der Trend geht zu Installationen, Foto- und Videobeiträgen oder Performances, Aktionen, Happenings oder überdimensionierten Großprojekten.

Dies ist nicht ganz das Metier der IBC Künstler. Meist wird aus einer soliden handwerklichen Tradition heraus gearbeitet. Um sich aber nicht im rein Kunsthand-werklichen zu verstricken ist ein experimenteller Umgang damit angesagt, der den IBC-Künstlern durchweg gelingt, und zu ganz individuellen Handschriften mit hohem Wiedererkennungswert führt.

Die Ausstellung der Gegenwartskunst enthält gleichberechtigte Arbeiten von Künstlern, die bereits mehrfach ausgestellt haben, sowie von Künstlern, die neu dem IBC angehören. Wegen der Vielseitigkeit stößt die Ausstellung immer wieder auf große Resonanz. Für den Bodenseeraum und auch für die beteiligten Künstler ist die Ausstellung ein bedeutendes Forum.

Silvia Jungmann

 

 

 „kleinFORMAT“

So. 01. Dezember 2019 bis Fr. 24. Januar 2020.

Vernissage, So. 01.12.2019, 11 Uhr.

 

 

 

26 Künstler des IBC stellen in der diesjährigen Winterausstellung in der Galerie Gunzoburg aus. Eva Baumgartl, Uli Blomeier-Zillich, Sabine Braisch, Gerda Brüstle-Wallén, Wilfried Düker, Fryderyk Heinzel, Lars Höllerer, Joanna Klakla, Therese Olivier, Erika Lohner, Jörg Michaelis, Marita Rodenhausen, Monika Rosenberger, Christian Scheel, Miriam Saric, Wolfgang Schmidberger, Gesine Smaglinski, Günther Henry Schulze, Herbert Stehle, Kerstin Stöckler, Ingrid Stotz, Günther Widenhorn, Reinhard Wolters, Irmgard Wünsche, Erika Zehle, Walter Zepf

Die Künstler präsentieren ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Techniken und Stilen, Themen und Konzepten in minimierter Form. Sie passen sich mit dem Format ihrer Werke der Ausstellungsfläche der Galerie Gunzoburg an, ein spannendes Unterfangen. Moderne Kunst, kreativ, mutig und vor allem fachmännisch, professionell realisiert

Gerda Brüstle-Wallén, arbeitet experimentell mit neuen Materialien. Für ihre Plastik „raumgreifend“ wurden Streichhölzer zweckentfremdet.

Wolfgang Schmidberger, sieht seine Bilder als eine Hommage an das Bauhaus, dessen Künstler mit ihrer Gradlinigkeit und mit dem geometrischen Kubismus Kunstgeschichte geschrieben haben.

Herbert Stehle, gibt Einblicke in seine aktuellen Arbeiten „Ums Haus“. Das Leben umschlossen, umhegt, ganz im Zentrum des Hauses. Dem Künstler geht es nie allein um das Abbild des Hauses. Seine Häuser sind Platzhalter für andere übergeordnete Begriffe.

Reinhard Wolters, sein Werk „Mindestens Fünf“ befasst sich mit der Ausgrenzung anderer Gesichter. In Zeiten wachsender Ausgrenzung sollten die Menschen sich im Spiegel sehen, um Unterschiede zu finden und Gemeinsamkeiten zu suchen.

Walter Zepf, Dr. Ferdinand Messner sieht die ungewöhnliche Technik der Verdichtung des Drahtes sowie der Naturmaterialien durch mechanischen Druck als die Konstante im Werk des Künstlers, die er immer wieder auf neue bildnerische Probleme, auf vorgefundenes und Ausgedachtes anzuwenden versteht und mit der er zu mannigfaltigen Ergebnissen gelangt, die wiederum auf ein nahezu unerschöpfliches Potential schließen lassen.

Silvia Jungmann

 

 

 „70 Jahre IBC – Aufbruch in die Moderne“

So. 02. bis So. 23. Februar 2020.

Vernissage, So. 02.02.2020, 11 Uhr und

So. 01. Bis 29. März 2020.

Vernissage So. 01.03.2020, 11 Uhr.

 

Künstler aus 70 Jahren Internationaler Bodensee Club Überlingen

Die Galerie in der Gunzoburg zeigt im Februar und März 2020 anlässlich des 70 jährigen Bestehens des Internationalen Bodensee-Clubs Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die in dieser Zeit Mitglieder im IBC waren und ihn als Künstlergruppe repräsentierten. Dabei entsteht neben einem Überblick über das reichhaltige Kunstschaffen der Region auch ein interessanter Querschnitt durch die Kunstgeschichte der Nachkriegszeit. Um der Menge der auszustellenden Werke gerecht zu werden, ist die Ausstellung so konzipiert, dass nach einem Monat gewechselt und Arbeiten anderer Künstler zu sehen sind.

Einige Namen, die in den Annalen des IBC auftauchen, sind heute leider nicht mehr zu verifizieren. Von den Bekanntesten sind jedoch noch zahlreiche Werke in der Region präsent. Ein wichtiger Fundus für diese Ausstellung ist neben zahlreichen privaten Leihgaben die Sammlung der Gesellschaft der Kunstfreunde in Überlingen, die dankeswerterweise ihre Unterstützung für unser Projektes zugesagt hat.

Hier eine kurze, unvollständige Übersicht der wesentlichen Künstlerinnen und Künstler, die in der Gunzoburg zu sehen sein werden: Werner Gürtner, als einziger Bildender Künstler Gründungsmitglied des IBC und seine Frau Elsa, Gerhard Elsner, Werner Keller, Andre Ficus, Sigurd Lange, Georg Schulz, August Schwarz, Horst Kalbhenn, Ilse Fark, Emil Wachter, Siegfried Assfalg, Zita Dinkel, Alfred Eckart, Lotte Eckart-Sigwart, Herbert Vogt, Werner Keller, Rudolf Hirschi, Hermann Kegel, Barbara Michel-Jägerhuber und viele andere

In der heutigen Zeit haben die „Kunst“ und auch der IBC keinen leichten Stand. Dies war auch in der Anfangszeit des IBC nicht anders. In der Nachkriegszeit hatten es die meisten Künstler sogar noch viel schwerer als heute. Dennoch ohne Kunst zu schaffen konnten sie nicht leben und trotz aller Schwierigkeiten haben all diese Künstler und mit ihnen Kunstfreunde den IBC ins Leben gerufen, ihn mitgestaltet und geprägt. Sie haben uns ein reichhaltiges künstlerisches Erbe hinterlassen, für das wir dankbar sein sollten und das nicht in Vergessenheit geraten darf.

Historie: Der Internationale Bodensee Club (IBC) wurde am 22. Mai 1950 im Hotel Krone in Überlingen als eine Vereinigung von Künstlern und Kunstfreunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, zur Förderung von Kunst und Wissenschaft in der gesamten Bodenseeregion, gegründet. Gemeinsam mit seinen rechtlich selbstständigen Regionalclubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz bildet er eine den See umfassende überregionale Vereinigung. Der IBC verfolgt als gemeinnütziger Verein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und Ziele. Diese Ziele werden umgesetzt durch literarische, musikalische und wissenschaftliche Veranstaltungen, Ausstellungen der bildenden Künste und Studienreisen. Der Öffentlichkeitsarbeit dient die Herausgabe einer Vereinszeitschrift.

Dr. Kornelius Otto, Silvia Jungmann

 

 

„Standpunkte“

So. 05. bis So. 26. April 2020.

Vernissage, So. 05.04.2020, 11 Uhr.

 

Künstlergruppe Cirsten Widenhorn, Gesine Smaglinski und Günther Widenhorn

 

Drei KünstlerInnen setzten mit verschiedenen künstlerischen Standpunkten Akzente zum Blütenreichtum der Landesgartenschau

Gesine Smaglinskis Skulpturen, ein Hauch aus Stein, überzeugen durch ihre pure Form und werden durch konzentrierte Wegnahme und durch intensives Abschichten zum dreidimensionalen Bild. Sie bevorzugt einfache Urformen, wie Kegel, Kugel, Oval und arbeitet aus diesen Formen Bewegung und Dynamik heraus. Zuletzt werden die Oberflächen der Objekte maschinell geglättet und danach nochmals von Hand mit einen Schleifschwamm voller Diamanten bearbeitet. So erhalten sie ihre samtene Oberfläche. In der Klarheit der Linien, Einfachheit, Eleganz und Schlichtheit zeigt sich ihr künstlerischer Standpunkt und das Anliegen der Künstlerin ist das Wachsen und Werden der Natur in ihre Formensprache zu übersetzen, um zu einer abstrakten Wirklichkeit zu finden. Ihre Werke sind allgemein und individuell zugleich, von Anmut, vollendeten Formen und schöpferischer Kraft.

Cirsten Widenhorns Arbeiten in Acryl und Öl befassen sich überwiegend mit der psychischen Befindlichkeit des Individiums. Der Standpunkt des urbanen Menschen zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst wird betrachtet und immer wieder variiert dargestellt. Es entsteht eine realistische Ölmalerei auf Leinwand, die den Menschen in Beziehung zu anderen Menschen, zu seiner Umgebung und der Natur setzt oder die ihn auch aus seinem Zusammenhang reißt, um ihn isoliert zu präsentieren. Es sind stille Momente die dargestellt sind. Augenblicke, Momentaufnahmen des Alltags; der Ablauf der Zeit wird gestört, indem er festgehalten wird. Oft wirkt die menschliche Darstellung Anonym und ohne Attribute, sie ist eigentlich nicht greifbar und daher möglicherweise ein Synonym für die Allgemeingültigkeit.

Günther Widenhorn zeigt eine andere Technik, einen weiteren Standpunkt und zwar den Farbholzschnitt mit dem Thema „das Frühlingserwachen in der Natur am See“. In seinen Arbeiten erfolgt die Rückbesinnung auf eine uralte Technik, auf das Material und die Handarbeit. Fasziniert vom sinnlichen Erlebnis entsteht bei dem Künstler eine vereinfachte Formensprache aus Farben, Linien und Flächen bis hin zum eigenständigen Bild. Landschaften, die menschliche Figur oder die Tierwelt werden soweit abstrahiert, dass die Allgemeingültigkeit erhalten bleibt und den Gegenstand noch erahnen lässt. In seinen Arbeiten liegt auch viel Selbstbeschränkung in Form und Farbe. Dafür wird die natürlich, unregelmäßige Maserung des Holzes stark genutzt und betont.

Der IBC bereichert 2020 mit seinen Künstlern und monatlich wechselnden Ausstellungen in der Galerie Gunzoburg die Kunstszene am See. Zeitgenössischen Arbeiten der IBC Künstlern setzen Akzente zum Blütenreichtum der Landesgartenschau.

 

Silvia Jungmann

 

 

„ver-sus“

So. 03. bis So. 31. Mai 2020.

Vernissage, So. 03.05.2020, 11 Uhr.

Künstlergruppe Wilfried Düker, Günther Henry Schulze und Walter Zepf

 

 

Drei Künstler, drei sehr unterschiedliche Darstellungsformen

Der Zeichner und Maler Wilfried Düker hat sich viele Jahre mit dem Surrealismus beschäftigt und viele der Gestaltungsprinzipien dieses Kunststiles sind in seine Zeichnungen und Malerei eingegangen. Er stellt seine Sehgewohnheiten immer wieder auf den Kopf und trifft mit seinem fulminanten Strich und teilweiser graphischer Abstraktion die menschlichen Höhen und Tiefen, Ängste, Freuden und Schmerzen. Neben tiefgründigen Zeichnungen gehören malerische Landschaften und Stillleben zu seinen Exponaten. Dükers Zeichnungen sind Konfigurationen, die durch Kombinatorik von Bildzeichnungen mit wechselnden, oft heterogenen Realitätsbezügen entstehen. Eine Vernetzung der dargestellten Elemente erzeugt der Künstler durch Linien, Linienbündel und Schraffuren und entsprechenden graphischen Verdichtungsgraden. In den Malereien verbindet Düker analog zu den Zeichnungen verschiedene Wirklichkeitsebenen miteinander und lässt so eine homogene Farbigkeit entstehen.

Der Fotograf Günther Henry Schulze arbeitet seit Jahrzehnten in teils sehr unterschiedlichen konzeptionellen Projekten und nutzt vielfältige Ausdrucksformen für seine Fotoarbeiten. Mal sind es klassische Portraitaufnahmen in Schwarzweiß, mal abstrakte Landschaften, dann wieder spirituelle Begegnungen der großen Weltreligionen oder auch die Auseinandersetzung mit der Langsamkeit der Camera Obscura sowie barocke Frauenbildnisse in üppiger Darbietung. Der Künstler lässt sich in keine Schublade packen. Hinter seinen Aufnahmen gibt es jedoch immer eine Idee und ein Konzept. Diesmal präsentiert sich Schulze anlässlich der Landesgartenschau mit floralen Motiven. Zum einen zeigen seine zarten, teilweise an Malerei erinnernden Aufnahmen, morbide Vergänglichkeit, zum anderen flirrendes Licht über einer Seenlandschaft. Assoziiert an die eigene Vergänglichkeit und die gegenwärtige Freude im hier und jetzt und deren Frage: Was bleibt?

Der Bildhauer Walter Zepf spielt in virtuoser Weise mit allen Möglichkeiten die der Draht hergibt und wirkt daraus fasziniert von der unterschiedlichen Struktur und Formbarkeit, die dem Material eigen ist und den bildnerischen Reiz der Metallobjekte ausmacht, plastische Gebilde. Die elementaren Gebrauchsgegenstände werden entfunktionalisiert und in eine neue Zweckform, in die Dimension der Kunst übersetzt. Verdichtung ist eines der Gestaltungskriterien des Künstlers und erreicht wird diese auf handwerkliche Art, durch Pressen. Dabei ergibt sich ein dialektischer Vorgang, denn in einem Maße wie Pressung Verdichtung bewirkt, leistet sie auch Entfaltung. Es entstehen Raumkörper, die durch ihre Offenheit den Blick nach innen sichtbar machen.

Zepf verzichtet weitgehend auf Kolorit, um die verwendeten geometrischen Grundformen wie Kreis, Quadrat und Rechteck noch besser zur Geltung zu bringen. Hinzu kommt, dass diese Grundformen von ihm nicht nur flächig und illusionistisch, sondern in allen drei Dimensionen, als Kugel, Würfel oder Quader gearbeitet werden. Die jeweilige elementare Form dehnt sich gleichsam in den Raum aus, potenziert und vervielfältigt sich, entsprechend dem Betrachterstandpunkt.

 

Silvia Jungmann

 

 

„Zyklus, werden-vergehen-werden“

 

So. 07. bis So. 28. Juni 2020.

Vernissage, So. 07.06.2020, 11 Uhr.

Künstlergruppe Angelika Brackrock, Doris Heldmaier und Barbara Seifried

 

Die Natur als Medium, -Schönheit, die im werden – vergehen – werden liegt

Die Papier- und Textilkünstlerin Angelika Brackrock gestaltet fantastische Objekte, Kreaturen und pflanzenartige Gebilde aus Papier, Flies und Draht, Wegwerf- oder Recyclingmaterialien und veredelt diese mit sicherem Formwillen zu Wand- und Bodenobjekten. Die Schöpfungen der Künstlerin charakterisieren eigenwillige Formge-bungen, sensible Oberflächen- und differenzierte Farbbehandlungen. Ihre organischen und anorganischen Formen oder alltäglichen Dinge verweigern sich der Abbildlichkeit wie geometrische Formen, die ihnen bisweilen zu Grunde liegen. Die Bearbeitung der Oberfläche im Wechselspiel mit der Farbe bricht Gegenstandsverweise. Farbe unterstützt die Form nicht sondern kontrastiert, interpretiert und verfremdet sie. Die Oberflächen lassen den Raum spüren den sie erzeugen und im Inneren bergen. Die Schöpfungen sind plastisch autonom und entfalten ihre Kraft frei im Raum als auch gebunden an Wänden – sie sind Wunderkammern fürs Auge. (Quelle: Dr. Thomas Hirthe)

Doris Heldmaier setzt sich in ihren Arbeiten mit alten Schriften und Zeichen bis hin zur Höhlenmalerei, aus allen Kulturkreisen, auseinander. Für die Künstlerin ist ver- und entschlüsseln ein Geheimnis, das immer wieder neue Interpretationen zulässt. Die Arbeiten von Heldmaier aus Papier/Gewebe, Collage, Tuschemalerei zeichnen sich durch eine ungeheure Klarheit aus. Zeichen werden bei ihr zum einigenden Mittel, zur Verbindung mit dem Anderen, dem Andersartigen und können auf der ganzen Welt verstanden werden. Zeichen setzen, Signale erzeugen Verständnis, schaffen Nähe und kommen der Sehnsucht nach Symbiose nach. Heldmaier hat ihre eigene künstlerische Sprache daraus entwickelt. Die Zeichen sind nicht übernommen, sondern freie Variationen oder Anlehnung von bereits existierendem. Bei ihren Werken faszinieren auch die Vielfalt der leuchtenden Farben, der Wechsel zu grau und wieder zu den leuchtenden Farben.

Quelle: Sabine Schmidt-Hofmann, Kunsthistorikerin)

Barbara Seifrieds Bilder zeichnen Lebenspuren zwischen den Welten und stellen die grundsätzliche Frage nach dem Sein. Was ist das Leben? Woher kommen wir wohin gehen wir? Die Künstlerin interessiert der Mensch, der Mensch in seinen Befindlichkeiten, in seiner Lebenssituation und in seinen Stadien Same, Kokon, Frucht und Brotmensch. In ihrer Bilderwelt gehören Geburt und Tod, Kokon und Nest, Samen und Frucht unweigerlich zum Kreislauf des Lebens. Dennoch möchte sie keine spezielle Botschaft vermitteln. Es sind ihre Empfindungen und Ideen aus denen die Bildmotive entstehen. Seifried liebt das Unvorhersehbare in ihrer Arbeit. Denn Kunst zu schaffen bedeutet für sie Auseinander-setzung und Kampf; Kampf um die Vorstellung von Form und Farbe. Die Bildinhalte der Malerin erschließen sich oft erst auf den zweiten Blick, denn sie lässt das Zufällige und Ungewisse zu und löst sich dadurch von der vertrauten Form.

Für die drei Künstlerinnen ist der Kreislauf vom Werden und Vergehen ein zentrales Thema und sinnbildlich für das Naturgeschehen, dass 2020 durch die Landesgartenschau in Überlingen in den Fokus rückt. Mit der Thematik setzen sie sich auf unterschiedliche Weise auseinander.

Silvia Jungmann

 

 

Landesgartenschau 2020 Überlingen

Kunst unter freiem Himmel

 

 

 

 

Fünf Künstler des IBC Überlingen bereichern mit zeitgenössischen skulpturalen Kunstwerken die Landesgartenschau 2020 und setzen zu dem Blütenreichtum Akzente.

Angelika Brackrock, Reiner Anwander, Herbert Stehle, Werner Schlotter und Alexander Weinmann wurden vom Team der Landesgartenschau Überlingen, unterstützt durch den Kunstbeirat, Dr. Yvonne Istas, Dr. Kornelius Otto, Manfred Sailer, Dr. Stefan Feucht, Dr. Michael Brunner und Sigmund Kopitzki, aus einer Vielzahl von Künstlern ausgewählt.

Brackrocks Skulptur „Semiramis“ stellt ein schwebendes Beet aus Blütenblättern dar. Auf einem Eisendrahtgerüst hat die Künstlerin individuell bemalte Blattformen aus Vlies befestigt. Dieses Drahtgerüst wird von 4 Eisenrohren in der Vertikalen gehalten. So entsteht der Eindruck eines schwebenden Blütenbeetes.

Anwanders Werk „IPOTESI“, aus Eichenbalken geschaffen, spannt sich über zwei gegossene Betonsockeln und symbolisiert die Brücke der gedanklichen Vorstellung in die subjektive Zukunft. Mag das die Welt als Wille und Vorstellung (Schopenhauer) sein oder sogar ein sinnreiches Leben im Hinblick auf das Jenseitige wofür die IPOTESI-Brücke den „Übergang“ darstellen kann. Der Betrachter muss sich eine Antwort selbst suchen.

Stehles „Kosmos aus Häusern“, ein Hauspaar aus Stahlblech, balanciert in kühner Schräglage auf einem Thron, wie der Kopf eines Herrschers. Der Künstler bringt den gängigen Begriff des Hauses ins Wanken, bricht ihn auf und erweitert ihn. Haus wird für ihn zur Chiffre für Behausung und Beheimatung, für Begrenzung ebenso wie für Schutzraum und Hülle. Auf äußerste Reduktion bedacht, verzichtet er auf Fenster und Türen, auf alles Beiwerk, das den Betrachter vom Begriff des Hauses als Idee, als philosophische Betrachtung ablenken könnte.

 

Weinmanns ca. 2,50 m hohen „Zwei Wächter“ aus altem Eichenholz mit Eisenhelmen werden am Ende des Blatterngrabens stehen. Der Blatterngraben diente während der Schwedenkriege und auch in der Zeit danach als Freigang für die Kranken aus dem Lebrosenhaus. Die Wächter des Künstlers stehen symbolisch für den Erhalt, den Schutz der Natur und sollen während der Landesgartenschau und vielleicht auch auf Dauer, die denkmalgeschützte Grabenanlage beschützen.

Außer den IBC Künstlern setzen noch weitere Kunstschaffende aus den Bodensee-anrainerstaaten, Gabriele Fulterer und Christiane Scherrer, Heinrich Schorno, Markus Brenner, Harald Björnsgard, Hans Schüle, Susanne Hackenbracht, Ursula Haupenthal, Korona Stejke, Tina Zimmermann und Joelle Allet, ihre Werke in einen spannungsreichen Dialog mit den neuen Gärten, dem See und den naturnahen Grabenstrukturen. Die Werke der Künstler werden über das Gartenschaugelände in 3 Ausstellungsbereichen zu sehen sein. Und der Blatterngraben mit seiner beeindruckenden Kulisse wird zur Galerie unter freiem Himmel.

Des Weiteren werden auch Klanginstallationen von Claire-Marie Dreiseitl und Annika Wehrle im Uferpark zu erleben sein. Alte Bodenseeumwobene Klänge treffen auf die Ufermelodien der Gegenwart.

Der IBC bereichert 2020 mit seinen Künstlern und monatlich wechselnden Ausstellungen in der Galerie Gunzoburg die Kunstszene am See. Zeitgenössische Arbeiten der IBC Künstlern setzen Akzente zum Blütenreichtum der Landesgartenschau.

(Quellen: Südkurier, Elke Dannenhaus, Katalog 7. Schweizerische Triennale) Silvia Jungmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.ibc-ueberlingen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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