Galerien aus Deutschland

Galerie Gunzoburg - Internationaler Bodensee Club


 Galerie Gunzoburg - Überlingen

Die Galerie Gunzoburg wird von Internationalen Bodensee-Club (IBC) ganzjährig angemietet, und gibt damit ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. Aber auch  auswärtige Künstler können sich hier präsentieren. Die Galerie wird durch die Mitglieder des IBC in Eigenverantwortung verwaltet.

Der Internationale Bodensee Club (IBC) – www.ibc-ueberlingen.de - wurde 1950 gegründet und ist eine freie überparteiliche und überkonfessionelle Vereinigung zur Förderung von Kunst und Wissenschaft in den drei Bodensee-Anrainerstaaten.

Neben dem Gesamtclub gibt es vier Regionalclubs mit jeweils eigenem regionalem Kulturprogramm.

 

 

 

Es sind großzügige Räumlichkeiten, die dem IBC hier in der Gunzoburg zur Verfügung stehen

 

 Ausstellungen


 

Monatlich wechselnde Ausstellungen

Eröffnung jeweils 1. Sonntag im Monat, 11 Uhr

Öffnungszeiten:  Di. bis Fr. 14 -18 Uhr

Sa. 11 bis 13 Uhr, So. 14-18 Uhr


 

 

Weitere Ausstellungen - Vorankündigungen


 

 

"Farbradierungen und Terrakotten“

von Peter Kapitza (Farbradierungen) und Ina -Maria Schindele (Terrakotten)

So. 01. September 2019 bis So. 29. September 2019.

Vernissage, So. 01.09.2019, 11 Uhr.

 

 

 

 

 

Peter Kapitza geboren in Gleiwitz studierte nach seiner Ausbildung zum Chemigrafen in Braunschweig und Hannover Kunst. Er arbeitete als Kunsterzieher in Pfullendorf und lebt und arbeitet seit 1996 in Sigmaringen. Seine Ehefrau Ina-Maria Schindele studierte Religionspädagogik, Deutsch und Kunst und nach dem Masterstudium Kunsttherapie arbeitet sie heute als Realschullehrerin und Kunsttherapeutin. Ihre Werke entstehen im eigenen Atelier in Sigmaringen.

Peter Kapitzas künstlerische Schwerpunkte liegen in Grafik, Zeichnungen, Radierungen und der Malerei. In dieser Ausstellung zeigt er ausschließlich Farbradierungen. Die Farbradierung ist ein Tiefdruckverfahren, mit der man mehrere gleichartige Bilder einer Zeichnung erzielen kann. Diese Technik ist bereits im 16. Jhd. entwickelt worden, ist technisch aufwendig und lässt der Experimentierfreudigkeit des Künstlers viel Raum. In der Fläche arbeitet Kapitza mit Aquatinta. So bringt er neben Schwarz und Grautönen auch Farbe aufs Papier und verbindet Organisches aus der Natur mit Konstruiertem aus Menschenhand (z.B. Gebäuden). Des Weiteren arbeitet er überwiegend an der Abwandlung konkreter Bildteile bis hin zur Abstraktion, um erneut zur Gegenständlichkeit zurückzukehren. Sein Anliegen besteht darin seine Motive zu bearbeiten und aufzulösen und damit aus Geordnetem, Bekanntem in unbekanntes Neuland vorzudringen und alles wieder in Gesichertes und Bekanntes zurückzuführen. Bildnerische Mittel in unter-schiedlichsten Techniken dienen ihm als Grundlage eigene Bildabsichten zu verwirklichen.

Auf eine Metallplatte ritzt oder ätzt er Vertiefungen und diese werden mit Farbe ausgefüllt. Nach dem Einreiben der Farbe wird in einer Druckpresse das Motiv auf ein eingefeuchtetes Papier übertragen. Die Radiertechnik hat sich seit der Entstehungszeit weiterentwickelt. Heute ist es möglich ein einziges Motiv auf einer Platte zu weiteren überraschenden Bildeindrücken zu bearbeiten. Der Künstler geht oft von realistischen Themen für seine Arbeiten aus und weiß aus Erfahrung, was er für ein Ergebnis zu erwarten hat. Bei der Herstellung von Mehrfarbendrucken aus zwei Farbplatten ergeben sich jedoch oft überraschende Farbmischungen und er findet zum Weiterarbeiten die entstandenen Zufallspuren besonders anregend. Kapitza meint, „es würde der Fantasie Tür und Tor geöffnet. Ein freies Spiel der Gedanken teile sich ihm und dem Betrachter mit. Seine Begleiter bis zur Fertigstellung des Werkes seien geduldiges Zeichnen, umfangreicher technischer Aufwand, Neugier und freies Spiel“. Relativ neu sind seine Fotoradierungen. Fotografien (Gegenstände) werden auf eine Folie zusammen-komponiert und in die Radierung eingesetzt. Gerne gibt der Künstler dazu während der Ausstellung Auskünfte.

Ina-Maria Schindeles künstlerische Schwerpunkte liegen in der Bildhauerei in Terrakotta und in der Druckgrafik, den mehrfarbigen, großen Linoldrucken. In der Ausstellung zeigt sie zum ersten Mal ihre Terrakotten. Ihre Ideen schöpft sie aus der unmittelbaren Begegnung mit der Natur und den Menschen. Die Künstlerin hat zwar nie eine Töpferlehre absolviert, jedoch den Werkstoff Ton schon immer bevorzugt. Dabei konnte sie auf das große Wissen ihres Großvaters zurückgreifen, der Töpfer in der Majolika-Manufaktur in Karlsruhe war und seine Enkelin in ihrer künstlerischen Tätigkeit immer unterstützt hat.

Für Ina-Maria ist der Ton der Erde sehr nahe und form- und gestaltbar. Er erlaubt es Ausdruck und Plastizität an dem Thema „menschliche Figur“ zu verwirklichen. Die Bewegtheit der Gestalt spiegelt sich besonders in den Gesichtern und Händen wieder. Für die Künstlerin sind ihre Objekte keine Verzierungen oder nur schön anzusehen, die belustigen oder erheitern, sondern die Figuren drücken Grundempfindlichkeiten und Emotionen des Menschen aus. Ihre Figuren wirken sehr realistisch und sind manchmal mit symbolischen Elementen versehen, es sind jedoch keine bestimmten Personen abgebildet. Der realistische Anteil ihrer Figuren ist jedoch so weit reduziert, dass die beabsichtigte Offenheit und Lebendigkeit beim Betrachter nicht beeinträchtigt wird. Er soll vor allem anregt werden über das Wesentliche des Menschseins nachzudenken.

Schindele erzählt, „dass die größeren Figuren wegen ihres Gewichts nicht aus einem Tonblock direkt hergestellt werden. Rumpf, Kopf oder Arme formt sie als Einzelteile und fügt sie vor dem Brennen zusammen. Die Oberflächenbehandlung übernehme die Aufgabe die Plastik organisch verbindend zu umschließen. Auf eine zusätzliche Bemalung oder Bearbeitung durch Glasur verzichte sie bewusst oder verwende diese äußerst spärlich, da sie, die beim Brennen entstehende typische rote Tönung bevorzuge“.

Die Werke werden bei 1250° Celsius im Ofen gebrannt. Bei diesem hohen Brannt sintert das Material, wird wetterfest und die Objekte können ohne Bedenken auch im Freien aufgestellt werden.

 

"Heimat"

Freundeskreis Kunst Unteruldingen-Mühlhofen

So. 06. bis So. 27. Oktober 2019,

Vernissage, So. 06.10.2019, 11 Uhr.

 

Der Freundeskreis Kunst Uhldingen-Mühlhofen e.V. ist 2017 20 Jahre alt geworden. Einem glücklichen Zufall geschuldet, konnte der Verein in jenem Jahr sieben Monate lang ein Ladenlokal in Oberuhldingen nutzen. Der ehemalige Drogeriemarkt hatte sich nach einem Putz- und Streich-Happening vieler Mitglieder zum perfekten Galerieraum gehäutet: Der leider nur temporäre KUNSTRAUM UHLDINGEN war geboren. Mit einer Mitglieder-Ausstellung wurde der runde Geburtstag gefeiert, und eine DADA- Performance von Dorle Ferber bei der Vernissage forderte und begeisterte die vielen Gäste.

Danach gab Alma Göring mit einer Soloschau ihren Einstand. Fünf weitere Präsentationen folgten, alle unter dem Motto: Mitglieder laden Gäste ein. So kamen vollkommen unterschiedliche Ausstellungen zustande, was sich auch in der Gestaltung der Vernissagen manifestierte, eine Ballett-Performance bereicherte die Wald-Ausstellung, Musikbeiträge, abseits des Mainstreams kamen beim Publikum an und diverse Laudatoren beleuchteten die Kunst aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Ja, es war das erklärte Ziel des Vereins jede Ausstellung zum Kulturereignis für Uhldingen-Mühlhofen werden zu lassen. Die vielen Besucher honorierten und schätzten das außergewöhnliche Angebot.

Nicht wenige Künstlerinnen und Künstler traten noch während oder nach dem Ausstellungs-marathon dem Verein bei, sodass mittlerweile knapp die Hälfte der fünfzig Mitglieder künstlerisch tätig ist. Ergänzend zu den Ausstellungen findet jeden Monat ein Ausstellungsbesuch statt, die Ziele der letzten Ausfahrten waren Basel, Bregenz, Engen, Tuttlingen, Ravensburg, Karlsruhe. Alle zwei Jahre planen die Mitglieder eine mehrtägige Reise, meistens in eine Metropole, die zeitgenössische Kunst, Architektur und Design zu bieten hat, wie z.B. Mailand, Graz oder Kopenhagen. Die Künstler decken ein breites Spektrum an Techniken, wie Malerei, Fotografie, Dreidimensionales, Installation und Video, ab.

Seit ca. fünf Jahren steht in Uhldingen-Mühlhofen kein geeigneter Ausstellungsraum mehr zur Verfügung, abgesehen von der Episode des KUNSTRAUMS. So ist der Verein gezwungen FREMD zu gehen: Galerie Heike Schumacher in Überlingen, Plattform in Friedrichshafen und jetzt, im Oktober 2019 in der Galerie Gunzoburg, wieder in Überlingen. Für diese Mitgliederausstellung wählte der Vorstand das Thema „HEIMAT“, machte aber keinerlei inhaltliche Vorgaben und ließ freie Hand bei der Auswahl der Techniken. Eine kleine Auswahl an Stellungnahmen zeigt, wie breitgefächert das Bild der Heimat ist. Sie stehen stellvertretend für 22 Künstlerinnen und Künstler, die sich von diesem schwierigen Begriff inspirieren ließen.

Fryderyk Heinzels Aussage spricht für sich selbst: „Ich zeige Fotografien, die leere, unfertige Häuser oder alte bröckelnde Scheunen zeigen. Heute sind sie verlassen und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein.“

Barbara Knoglinger-Janoths Erfahrungen sind andere. Sie pendelt zwischen ihrer alten und neuen Heimat hin und her, „hier nicht richtig zu Hause und dort auch nicht mehr.“ „Heimat als Sehnsuchtsraum, der Sicherheit, Geborgenheit, Vertrautheit mit der Landschaft und den Menschen eines Ortes bietet, der festsitzende Erinnerungen und Traditionen hervorruft, das ist ein wichtiges Thema meiner Malerei. Es sind die Berge und Pflanzen, Wasser und Steine, vertraute Orte und liebgewonnene Menschen und Gewohnheiten aus meiner Heimat, die ich auch manchmal mit den Gegebenheiten meiner „Wahlheimat“ verknüpfe. Das tatsächlich Gesehene ist nicht weiter von Bedeutung, es eröffnet sich mir eine neue Art des Sehens, eine Art Innenschau. Malen als Seelenheimat!“

Für Alma Göring scheint sich Süd-Ost-Asien zu einer Seelenheimat entwickelt zu haben. „Die Begegnungen und Erlebnisse mit den Menschen, der Natur, aber auch die starken Farb-eindrücke. So zum Beispiel das Licht, Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, die Farben der Häuser, die Kleidung der Menschen. Diese Stimmungen setze ich in meinen Bildern um.“

Carla Chlebarovs Heimat ist nicht an einen geographischen Ort gebunden. Die Farben sind ihre Lebensbegleiter und das Atelier ist der Ort, der für sie Heimat bedeutet.

Wogegen Hannelore Bucher, die fest am See verwurzelt ist, sich vom Lied „Die Fischerin vom Bodensee“ inspirieren lässt. Heimat, die Geborgenheit vermittelt, die idyllisch verklärt sein kann – bis hin zum Kitsch.

Zu guter Letzt ätzt Ralf Bittner, die meisten Äußerungen in den Medien zum Thema Heimat seien zu gemüt- und stimmungshaft. „Man versichert sich beständig gegenseitig, wie schön man es habe und alles solle so bleiben wie es ist. Also scheint es dann, als würde der Mensch sich freiwillig selbst verzwergen, um hinterm geistigen Jägerzaun weideselig seinen Selbstgenuss wiederzukäuen.“

Wiltrud Karitter: Heimat – Erinnerungsorte

Besinnen auf das woher ich komme

womit ich verbunden bin

farben formen gerüche laute

licht über der landschaft

zugehörig fühlen

zu familie freunden

menschenherzensräume

sich niederlassen verwurzeln

zwischen himmel und erde

anzukommen

auf dem weg zu mir selbst

 

Künstler/innen: Carmen Baerens, Ralf Bittner, Gudrun Böhm, Sabine Braisch, Hannelore Bucher, Carla Chlebarov, Jeannette Cord, Ursula Eichinger, Dorle Ferber, Alma Göring, Sybille Groh, Fryderyk Heinzel, Karin Jablonka, Wiltrud Karitter, Barbara Knoglinger-Janoth, Michael Kussl, Manfred Mall, Isolde Nickel, Anna Rudolf, Annemarie Rudolph, Nora Schamél, Felicia Waldecker

www.kunst-in-uhldingen.de, www.ibc-ueberlingen.de

E. Heckenberger-Holstein

 

 

„Klein, quadratisch, gut, die Zweite“

von Lars Höllerer (Malerei)

So. 03.11. bis So. 24.11.2019.

Vernissage, So. 03.11.2019, 11 Uhr

 

Was vielen mit den Händen zu anspruchsvoll ist vollbringt Lars Höllerer mit dem Mund. Der 49-jährige aus Überlingen hat sich als Mundmaler etabliert.

Seine Bilder malt der Künstler mit Öl- bzw. Acrylfarbe auf Leinwand. Teilweise sind die Werke mit Tusche unterlegt. Der naive, expressionistische bzw. plakative Malstil seiner Landschaftsbilder und Stillleben erinnern an die Technik Paul Cézannes. Seine Akte sind dagegen in verschiedensten Techniken gearbeitet.

Bei der Ausstellung in der Gunzoburg zeigt Lars, wie bereits auch im letzten Jahr, neue, relativ kleine, quadratische und farbenfrohe Bilder, auf Leinwand mit Acrylfarbe. Zu sehen sind Stadtszenen, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht und weite Landschaften.

Lars Höllerer wusste lange nichts von seiner künstlerischen Ader. Erst ein schlimmer Schicksalsschlag, ein Motorradunfall bringt sie zu Tage. Seit dem Unfall 1991 ist er vom Hals abwärts gelähmt und hat in der Mundmalerei einen neuen Lebensinhalt gefunden. In der Rehabilitationsklinik in Tübingen fing er mit der Malerei an. Ab März 1997 besuchte er 8 Semester lang die freie Kunstakademie in Mühlhofen und Überlingen. 1999 wurde er als Stipendiat in der Vereinigung der mund- und fußmalenden Künstler aufgenommen und ist seit 2007 Vollmitglied. Lars ist inzwischen freischaffender Künstler, übernimmt Aufträge und ist über die Vereinigung mund- und fußmalender Künstler (VDMFK) bundesweit präsent. Er sagt: „Heute kann ich mein Leben frei gestalten und ein freies Leben führen“:

Für Höllerer ist die Malerei nicht nur ein Beruf. Die ihm durch seine Kunst möglich gewordene Öffentlichkeit nutzt er für ihm wichtige Anliegen und Projekte. Er sagt: „Ob er mit Kindern im Kindergarten Mund malt um ihnen den Umgang mit behinderten Menschen näher zu bringen oder ob er mit seiner Arbeit Institutionen unterstützt, die ihn auf seinem Weg auch unterstützt haben, mache ihn glücklich und zufrieden“. Er ist so ganz Teil des gesellschaftlichen Lebens und möchte etwas weitergeben, trotz allem Umstand, den dies für ihn immer auch bedeutet.

Der Künstler kann auf zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken und von ihm erschienen bereits drei Kinderbücher. Nun hat er auch ein Hörbuch mit 4 CDs „Roll.on, das war’s dann wohl mit dem Frauenheld“ herausgebracht. Er erzählt seine Lebensgeschichte mit viel Witz und Selbstironie.

Der VDMFK vertreibt Karten und Kalender von Mund- und Fußmalenden Künstlern und er-möglicht damit den knapp 800 behinderten Künstlern weltweit ein finanziell, von staatlicher Hilfe, unabhängiges Leben. Lars Höllerers Bilder werden von der Vereinigung bzw. dem deutschen Verlag (www.mfk-verlag.de) für Postkarten, Kalender und Geschenkpapier in den verschiedensten Ländern reproduziert.

www.kunst-mit-dem-mund.de, www.ibc-ueberlingen.de

Silvia Jungmann

 

 

Städtischen Galerie „Fauler Pelz“

30.11.2019 bis 05.01.2020

Vernissage: Freitag, 29.11.2019, 19 Uhr

Winteraustellung 1919/20

 

 

 

Nach einem Jahr Pause präsentieren ausstellungsberechtigte Künstler des Internationalen Bodensee Club, Sektion Überlingen, wieder neue Arbeiten. Ein Thema ist der zeitgenössischen Ausstellung nicht vorgeben.

Eine 5-köpfige Jury, bestehend aus 3 Fremdjuroren (Felicia Glidden USA, Künstlerin, Galeristin in Friedrichshafen und Dozentin der Jugendkunstschule, sowie Richard Allgaier, Künstler, Bad Waldsee und Heike Schuhmacher, Galeristin in Überlingen) und zwei gewählte Juroren des IBC, wählen in dem Wissen, dass ihre Arbeit mit zu dem schwierigsten gehört, was im Kunstbetrieb zu leisten ist, die Werke aus.

Auch dieses Jahr präsentiert die jurierte Ausstellung wieder ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Techniken und Stilen, Themen und Konzepten. Das verbindende Element der sehr großen Vielfalt der ausgestellten Arbeiten ist die fast durchgehende Orientierung an klassischen, handwerklichen Umsetzungstechniken, die in kreativer Weise von den Künstlern höchst originell umgesetzt werden.

Gerade die Fundierung in traditioneller Handwerklichkeit bleibt in der Entwicklung der zeitgenössischen Kunst immer mehr zugunsten von rein theoretischen, intellektuellen Konzepten und Programmen auf der Strecke. Schon der Dadaismus der 1920 Jahre liefert dazu mit den Ready-Mades eines Marcel Duchamp den Startschuss und ebnete den Weg in eine intellektuell-philosophisch orientierte Kunstproduktion, teilweise auch ganz konkret gesellschaftskritisch gelagert. Die klassischen Realisierungstechniken wie Zeichnung, Hoch- und Tiefdruck, Siebdruck oder Steinbildhauerei haben da ihre Grenzen, bleiben meist illustrativ und nicht direkt genug. Der Trend geht zu Installationen, Foto- und Videobeiträgen oder Performances, Aktionen, Happenings oder überdimensionierten Großprojekten.

Dies ist nicht ganz das Metier der IBC Künstler. Meist wird aus einer soliden handwerklichen Tradition heraus gearbeitet. Um sich aber nicht im rein Kunsthand-werklichen zu verstricken ist ein experimenteller Umgang damit angesagt, der den IBC-Künstlern durchweg gelingt, und zu ganz individuellen Handschriften mit hohem Wiedererkennungswert führt.

Die Ausstellung der Gegenwartskunst enthält gleichberechtigte Arbeiten von Künstlern, die bereits mehrfach ausgestellt haben, sowie von Künstlern, die neu dem IBC angehören. Wegen der Vielseitigkeit stößt die Ausstellung immer wieder auf große Resonanz. Für den Bodenseeraum und auch für die beteiligten Künstler ist die Ausstellung ein bedeutendes Forum.

Silvia Jungmann

 

 

 „kleinFORMAT“

So. 01. Dezember 2019 bis Fr. 24. Januar 2020.

Vernissage, So. 01.12.2019, 11 Uhr.

 

 

 

26 Künstler des IBC stellen in der diesjährigen Winterausstellung in der Galerie Gunzoburg aus. Eva Baumgartl, Uli Blomeier-Zillich, Sabine Braisch, Gerda Brüstle-Wallén, Wilfried Düker, Fryderyk Heinzel, Lars Höllerer, Joanna Klakla, Therese Olivier, Erika Lohner, Jörg Michaelis, Marita Rodenhausen, Monika Rosenberger, Christian Scheel, Miriam Saric, Wolfgang Schmidberger, Gesine Smaglinski, Günther Henry Schulze, Herbert Stehle, Kerstin Stöckler, Ingrid Stotz, Günther Widenhorn, Reinhard Wolters, Irmgard Wünsche, Erika Zehle, Walter Zepf

Die Künstler präsentieren ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Techniken und Stilen, Themen und Konzepten in minimierter Form. Sie passen sich mit dem Format ihrer Werke der Ausstellungsfläche der Galerie Gunzoburg an, ein spannendes Unterfangen. Moderne Kunst, kreativ, mutig und vor allem fachmännisch, professionell realisiert

Gerda Brüstle-Wallén, arbeitet experimentell mit neuen Materialien. Für ihre Plastik „raumgreifend“ wurden Streichhölzer zweckentfremdet.

Wolfgang Schmidberger, sieht seine Bilder als eine Hommage an das Bauhaus, dessen Künstler mit ihrer Gradlinigkeit und mit dem geometrischen Kubismus Kunstgeschichte geschrieben haben.

Herbert Stehle, gibt Einblicke in seine aktuellen Arbeiten „Ums Haus“. Das Leben umschlossen, umhegt, ganz im Zentrum des Hauses. Dem Künstler geht es nie allein um das Abbild des Hauses. Seine Häuser sind Platzhalter für andere übergeordnete Begriffe.

Reinhard Wolters, sein Werk „Mindestens Fünf“ befasst sich mit der Ausgrenzung anderer Gesichter. In Zeiten wachsender Ausgrenzung sollten die Menschen sich im Spiegel sehen, um Unterschiede zu finden und Gemeinsamkeiten zu suchen.

Walter Zepf, Dr. Ferdinand Messner sieht die ungewöhnliche Technik der Verdichtung des Drahtes sowie der Naturmaterialien durch mechanischen Druck als die Konstante im Werk des Künstlers, die er immer wieder auf neue bildnerische Probleme, auf vorgefundenes und Ausgedachtes anzuwenden versteht und mit der er zu mannigfaltigen Ergebnissen gelangt, die wiederum auf ein nahezu unerschöpfliches Potential schließen lassen.

Silvia Jungmann

 

 

 

 

 

 

 

 

www.ibc-ueberlingen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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