Hier finden sie eine Auflistung von A-Z von allen Galerien

 

Schlossberg 12, 88499 Riedlingen-Neufra

So. 29.05 – So. 04.09.2016

Vernissage 29.05. um 14 Uhr

Finissage 04.09. um 13-16 Uhr

 

Öffnungszeiten: täglich 10:30 Uhr bis 18 Uhr

Montag geschlossen

Eintritt frei

Zeitgenössische Kunst im

Historischen Hängegarten Neufra

7 Künstler/innen des IBC-Überlingen

im Historischen Hängegarten in Neufra

 

Die Künstler/Künstlerinnen

 

Elke Körner, Überlingen (Textile Arbeiten)

Karl Lutz, Altshausen (Skulpturen)

Christian Scheel, Sipplingen (Objekte)

Barbara Seifried, Markdorf (Malerei)

Alexander Weinmann, Radolfzell-Böhringen (Skulpturen)

Ulrich Zandona, Bräunlingen (Objekte)

Walter Zepf, Dürbheim (Objekte)

 

Die „Hängenden Gärten“ gehörten ehemals zum Schloss Neufra. Um 1569 ließ Georg von Helfenstein von 200 Leibeigenen einen Renaissancegarten auf sieben darunterliegenden, 9 bis 14 m hohen Gewölben, im Anschluss an den Schlossberg bauen. Diese Maßnahme schuf nicht nur den Hängegarten, sondern stabilisierte auch den Berg selbst, der Kirche und Schloss trägt. Die Gartenanlage wurde nach italienischen Vorbildern geschaffen und die Aussicht über das Donautal ist phänomenal.

Der Garten verfiel im Laufe der Zeit und wurde 1988 in Privatinitiative von Waltraud Johannsen nach einer Zeichnung aus dem Archiv der Fürsten zu Fürstenberg mit Unterstützung des Denkmalamtes restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Baudenkmal der besonderen Art, das Garten und Architektur vereint, wurde für zukünftige Generationen erhalten.

Von sieben Gewölben sind derzeit 3 begehbar. Der bauliche und geometrische Hinter-grund der Gewölbe, und eine mögliche unterirdische Verbindung zur Schlosskirche sind bisher noch nicht geklärt. Die Gewölbe stehen leer und warten auf eine Nutzung. 2015 befassten sich Architekturstudenten der Fachhochschule Biberach mit den Gewölben. Es entstanden Projektstudien mit unterschiedlichen Vorschlägen für den Ausbau und die Nutzung.

Mit Hilfe der Stiftung Historischer Hängegarten, der Familie Johannsen und vieler ehrenamtlicher Helfer werden Gärten und Baudenkmal gepflegt. Zur Anlage gehören noch eine Turmschenke und das kleinstes Schlosshotel.

www.haengegarten.de

 

 

Die Künstler haben den Hängegarten im Winter im Frühjahr und im Sommer kennengelernt. Sie haben sich mit dem Garten, der dortigen Natur und Umgebung aus verschiedenen Blickwinkeln und Ansätzen, mit unterschiedlichen Techniken und Materialien beschäftigt. Diese Prozesse sind noch nicht beendet und werden bis zur Ausstellungseröffnung und darüber hinaus andauern. Die Künstler haben ihren eigenen, speziellen Blick auf den Ort geworfen und ihr Konzept und ihre Werke für die Ausstellung entwickelt.

Im Gartenbereich und auf der Grünfläche vor der Einfahrt werden Objekte/Skulpturen von Elke Körner, Karl Lutz, Christian Scheel, Alexander Weinmann, Ulrich Zandona, Walter Zepf und in der Turmschenke Malerei von Barbara Seifried gezeigt.

 

Elke Körner (Überlingen) sieht in der Wiederherstellung des Renaissancegartens eine Wiedergeburt, die durch die Stiftung bewahrt wird. Sie zeigt mit ihren Objekten textile Verflechtungen auf einem Metall-Drahtgerüst aus gebrauchtem Verpackungsmaterial, Plastikstreifen und Plastikschnüren. www.elkekoerner.de

 

Karl Lutz (Altshausen) gestaltet seine Holzobjekte aus gebrauchten Hölzern und Fässern. Seine Menschenobjekte aus Fassdeckeln, deren Öffnungen wie schreiende Münder aussehen sind mit verschiedenen Materialien verschlossen und wirken verängstigt. Die Skulpturen sind mit Armen bestückt, die sich hilfesuchend in die Luft recken. Sie stehen als Mahner der vergangenen Zeit und erinnern gleichzeitig an unsere heutigen menschlichen Probleme. Der Bezug zu den damals Frondienstleistenden oder der heutigen Flüchtlingssituation liegt im Auge des Betrachters. Für weitere Holzarbeiten verwendet er Fassdauben und gestaltet daraus Wellen. Seine Brandholzfiguren sind aus runden oder rechteckigen Stäben gefertigt.

 

 

Christian Scheel (Sipplingen) wird mit einer Installation den Garten gestalten. Für den Künstler ist dies eine Herausforderung, da er ansonsten mit Holz arbeitet. Doch das von ihm verwendete Material ist nicht für draußen, den Garten geeignet. Als Segler hat er eine starke Affinität zu Wasser und da kam ihm der Gedanke mit einer Installation einen Springbrunnen nachzubilden. Denn Springbrunnen sind sehr oft die Krönung von solchen Gärten. Allerdings wird sein Springbrunnen kein Wasser speien, sondern der Brunnen wird mit Pflanzen „berankt“. Die Pflanzen sollen über den Sommer wachsen und auch Früchte tragen. Während der Zeit seiner Anwesenheit stellt der Künstler Kleinplastiken aus Beton her, die von den Besuchern erworben werden können oder bei Gefallen in den Besitz der Stiftung übergehen.

Barbara Seifried (Markdorf) (Malerei) interessiert der Mensch in all seiner Befindlichkeit, Lebenssituation, in seinen Stadien. In ihrer Bilderwelt stimmt alles zusammen, Geburt und Tod, Kokon und Nest sowie Samen und Frucht gehören zum ewigen Kreislauf des Lebens. Sie zeigt das Eingebunden sein in einen Plan von Werden und Vergehen. www.bodensee-kunstportal.de

 

 

Alexander Weinmann (Radolfzell) ist ein Sammler und Bewahrer mit dem künstlerischen Grundthema „Wächter – Tore – Archaische Zeichen“. Für ihn geht es in seiner Kunst um die Rettung von Naturobjekten, die er auf elementarste Formen reduziert und konserviert darstellt. Es soll der Prozess des Vergehens aufgehalten und wenn möglich unterbunden werden. Seiner Arbeitsweise und seinen Arbeiten kommt dieser geschichtsträchtige Ort sehr entgegen. www.alwein.de

Ulrich Zandona (Bräunlingen) bringt mit seinen Objekten bewusst die heutige schnelllebige Zeit in den abgeschiedenen, historischen Ort. Technologie und Fortschritt ist überall und machen auch vor historischen Plätzen nicht halt. Die Besucher kommen mit Autos, bringen Handy’s, Fotoapparate und sogar Computer mit. Daten werden permanent erzeugt, gespeichert, abgerufen bzw. verwertet. Ständig ist der Mensch und die Umwelt, bewusst oder unbewusst damit konfrontiert. Mit seiner Installation Datenträger soll dies den Besuchern an diesem historischen Ort bewusst gemacht werden.

www.zandona-art.de

 

Walter Zepf (Dürbheim) begibt sich freiwillig in verwickelte Situationen. Er zeigt aus Draht gewickelte Knotenkokons, die an Kokons von Insekten erinnern. Beide Gestaltungsformen schließen Raum ein, bilden einen Innenraum aus und kapseln sich von ihrer Umgebung ab. Gezeigt werden eigenständige Skulpturen, die im Kontrast und gleichzeitig in Beziehung zu ihrer Umwelt stehen, in die sie hineingeworfen wurden und deren Anatomie und besonderer Reiz darin gründet, dass sie etwas vor uns abgrenzen und verbergen. Die oxidierten, rostfarbenen Artefakte sollen neue Raumerfahrungen eröffnen und die Besucher zum Anfassen und Umherkugeln animieren.

 

Während der Ausstellungszeit werden die Künstler immer wieder anwesend sein, um in Einzelaktionen oder gemeinsam mit den Besuchern zu kommunizieren und zu gestalten. Die entstehenden Werke können auch sofort erworben werden.

 

 

 

 

 

 

 

Goldschmied Gold und Form

Gold und Form in Meersburg

Angelika Dickomeit

Titel: "Kommunikation"

Farbton Keramik

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