Das älteste Metallhandwerk der Welt - Goldschmied

Der Beruf Goldschmied

Der Beruf Goldschmied ist das wahrscheinlich älteste Metallhandwerk der Welt. Goldschmiedewerkstatt 1568Gold kam in den Flussläufen in gediegener Form vor und war das erste, den Menschen bekannte Metall. Goldschmied ist die Berufsbezeichnung für einen Handwerker, der Schmuck und Gegenstände aus Edelmetallen herstellt. Der zulassungsfreie, aber sehr umfang- und kenntnisreiche Beruf erfordert handwerkliches Geschick und auch künstlerische Fähigkeiten. Bei den Goldschmieden findet auch heute noch oft die gesamte Materialbearbeitung im eigenen Hause statt. So werden die Metalle oft selbst legiert, geschmolzen, gegossen, gewalzt und zu Blechen oder Drähten verarbeitet. Die Werkstoffe werden darüber hinaus mit einer Vielzahl von Methoden bearbeitet. Z. B.: Schmieden, Hartlöten, Nieten, Fügen, Schweißen, usw.

Heutiges Berufsbild

Wer heute in einem der beiden Berufe eine Meisterprüfung ablegt, führt den Titel Gold- oder Silberschmiedemeister/in - was nach aktueller Gesetzesänderung aber nicht mehr erforderlich ist, um einen Gold- oder Silberschmiedebetrieb zu führen. Mit der Novellierung der Handwerksordnung zum 1. Januar 2004 wurde das Goldschmiedehandwerk aus dem Bereich der zulassungspflichtigen Handwerke der Anlage A zur HwO herausgenommen und dem Bereich der zulassungsfreien Handwerke (Anlage B1 zur HwO) zugeordnet.


Verarbeitet werden in der Regel Edelmetall-Legierungen (Gold, Platin, Silber, Palladium) und für die weitere Ausgestaltung eine Vielzahl von weiteren Materialien, wie beispielsweise Edelsteine, Perlen, Elfenbein, Emaille und Gummi (Kautschuk). Des Weiteren kommen Edelstahl und eher selten Eisen, Buntmetalle sowie Holz und auch Kunststoff zum Einsatz.


Der Beruf ist je nach Fertigungsschwerpunkt stark von handwerklicher Arbeit geprägt und selten industriell arbeitsteilig strukturiert. Fantasie, Geduld und ausgeprägte motorische (Auge-Hand-) Fähigkeiten sind Voraussetzungen für die überwiegend im Sitzen am Werkbrett ausgeführten Arbeitsabläufe. Da aber manche Arbeiten, wie z.B. Schmieden, Walzen oder Ziehen, auch im Stehen und mit einem hohen Kraftaufwand ausgeführt werden müssen, ist ein gewisses Maß an körperlicher Fitness ebenfalls erforderlich.

Goldschmiedewerkstatt 1568

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